Kalle ist tot…

Posted: 29. April 2012 in Weltuntergang, Zeit

Ja, ich hätte den Titel auch anders wählen können, irgendwas Nachdenkliches oder Tiefsinniges, aber ich wollte keine Hoffnungen aufkommen lassen, noch lange rumschreiben, bevor man das schreckliche Ende erfährt. Es ist wie ein Drama das man “Am Ende stirbt die Hauptperson” nennt. Es zerstört die Überraschung am Ende, aber gerade das will ich, weil es eine böse Überraschung wäre und während man liest würde man doch noch Hoffnung aufbauen, dass sich ein gutes Ende einstellt, aber das wird es nicht…

Also, wer war Kalle? Um wieder die Spannung zu nehmen, er war ein Kater. So, jetzt wird wohl die Hälfte weg sein, die sich auch nur Ansatzweise wegen des Titels auf diese Seite begeben haben. Egal, Kalle war der Kater eines sehr guten Freundes. Letzten Sommer trat er in sein und damit auch in mein Leben. Er war jung, blutete, hatte Fellbüschel verloren, zerzaustes Fell, hatte eine verschnodderte Nase, verschleimte Augen, war abgemagert bis auf die Knochen und konnte kaum laufen. Das ist nicht die Vorstellung eines süßen Kätzchen, sondern eines Lebewesens, dass von seinen Besitzern an der Bundesstraße ausgesetzt wurde, weil man ihm kein Heim bieten wollte. Ja, das ist nur eine Vermutung, aber mein Freund lebt auf einen abgelegenen Grundstück mit 2 Grenzen zu einem Feld, einer Grenze zu einem Moor und eine Grenze zu einer Bundesstraße. Wenn sich hier mal eine Katze auf dem Grundstück herumtreibt, dann ist es eine wilde Katze, die weiß, wie man auf sich aufpasst oder es ist ein Stubenkätzchen, dass zum Sterben am Rand der Straße ausgesetzt wurde.

So kam Kalle zu uns. Wer war Kalle? Kalle war die Anti-Katze… Katzen sind hygenisch, sauber, intelligent und geschickt? Wenn du Kalle getroffen hast, wusstest du, dass Katzen das nicht sind. Kalle wieder auf die Beine zu bekommen hat Monate gedauert. Sein Fell verdichtete sich, sein Bauch wuchs, seine Wunden heilten und seine Krankheit besserte sich, aber was blieb war sein Schnupfen. Die Tierärztin meinte, dass er das sein ganzes Leben nicht mehr los wird, es ist sowas, wie ein Mal dafür, wie nah er dem Tod schon war. Und so rotzte er ununterbrochen… *RackPfft* Ja, das waren seine Laute. *RackPfft* Ich habe ihn nur selten mautzen gehört und wenn dann war es ein gequältest Geräusch, dass mehr an Krächzen erinnerte und für ihn erst möglich war, als er wieder fitter war. Er wartete meist mit seinem Geschäft, wenn sein Herrchen und ich es uns in unseren Sesseln gemütlich gemacht hatten und unser zubereitetes Abendbrot zu einem Film verspeisen wollten… Es stank abgöttisch und grenzte an Blasphemie… Sein Überbiss war legendär, sein Oberkiefer ragte weit über den Unterkiefer, so dass er wie eine Mischung aus Vampir und Katze wirkte mit seinen herausragenden Eckzähnen. Er schmiss alles um. Externe Festplatten, Flaschen, Gläser, Blumentöpfe, etc. … Es grenzte an Absicht, aber das war es nicht, er war einfach unglaublich ungeschickt… Er sah Hindernisse, versuchte ihnen auszuweichen und dran vorbei zu kommen und was geschah? Er schmiss sie um. Das Interessanteste war aber, dass er in seiner eigenen Welt lebte. Er bekam gefühlt kaum was mit. Pinky hatte Angst vor ihm und das sagt schon vieles. Pinky ist eine Stubenkatze, nein, ein Stubentiger im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn ein Lebewesen anders als ein Mensch ihr Revier betrat, dann wurde es angefaucht, angegriffen und vermutlich in letzter Konsequenz getötet… Hund, Katze, Kaninchen? Egal, Pinky hatte es mit jedem aufgenommen, nur nicht mit Kalle. Warum? Weil Kalle anders war… Das klingt komisch, aber es ist so. Selbst ich habe Angst Pinky zu streicheln, wenn sie gerade ihr Territorium verteidigt, jedes Tier hat Angst, aber Kalle, Kalle hatte keine Angst. Man kann fast sagen, dass er nicht verstand, was Pinky ihm mit dem Buckel, den Klauen und dem Fauchen sagen wollte. Er freute sich einfach ne andere Katze zu sehen und das machte Pinky Angst. Ein Tier, welches keine Angst zeigt, muss überlegen sein und so war Kalle vermutlich das einzige Tier vor dem Pinky floh. Es klingt unglaublich, dafür, dass sich diese Katze auch schon auf Hunde stürtzte und gewann!

Nun fragt ihr euch, warum man Kalle behalten sollte. Am Anfang habe ich es auch nicht gewusst, aber unter all dem Rotz, verkrusteten Blut und dem einfältigem Verhalten steckte ein gutmütiges Herz. Jeder träumt von einer Schmusekatze und ehrlich gesagt waren die wenigsten Katzen, die ich getroffen habe wirklich Schmusekatzen. Ein bisschen Streichen war ok, aber nach ein paar Minuten hörte das Interesse auf. Kalle hat Stunden auf meinem Schoß verbracht. Ganze Filmabende an denen ich es mir Stunden verkniff auf Klo zu gehen und dann zum letzt möglichen Zeitpunkt diesen Kater davon überzeugen musste, dass ich ihn kurz anders betten muss. Nach mehreren Stunden hatte ich einen “Streichel-Reflex”, anders kann ich das nicht nennen, weil ich nicht mehr nachdenken musste diese Katze zu streicheln, es geschah automatisch. Kalle folgte uns wohin er konnte. Er wartete vor Türen, wenn wir drinne waren und er nicht rein konnte und er verabschiedete mich und folgte mir teilweise durch das Moor, wenn ich ging. Man spürte, dass er an einem hängt, weil trotzdessen, dass er scheinbar vieles nicht begriff, zumindest wusste, dass er es an keinem Platz hätte besser haben können. Und trotz all seiner Macken muss ich auch sagen, dass er mir ans Herz wuchs, weil ich ihm nicht egal war und er mir auch nicht.

Nun wisst ihr, wo Kalle her kam, was seine Macken waren und was ihn trotzdem zu dem König unserer Herzen machte. Wir nähern uns somit dem Ende und falls ihr es vergessen haben solltet: Er ist tot! Erwartet keine Wendung, denn dies entspricht einem Drama und ein Drama endet immer tragisch…

Es war Freitag. Wir guckten Filme, Kalle genoss unsere warmen Schöße und machte Faxen. Irgendwann um 10 Uhr gingen wir raus und Kalle schnupperte frische Luft und verkroch sich in den Büschen. Das tat er öfter mal für ne Stunde in der Nachtluft, um sich auszutoben und Kröten zu ärgern und Schnecken zu betrachten. Aber das Quietschen an der Tür, das er mit seinen Krallen erzeugte, um auf sich aufmerksam zu machen und wieder reingelassen zu werden blieb aus. Um 12 Uhr ging ich nach Hause. Ich machte mir keine Gedanken…

Nächster Morgen, Samstag. Ich duschte, bereitete mich auf einen größeren DVD Abend mit Freunden vor. Doch als ich online komme, sagt mir mein Freund ab. Er will nicht fahren. “Ok, geht es dir nicht so oder eher keine Lust? Oder Auto kaputt? Oder Kalle krank?!? Nein, doch nicht Kalle! :( T_T”, fragte ich scherzhaft. Manche Kommentare tun einem im Nachhinein nur noch leid. Dieser schlechte Scherz tut mir doch sehr leid… Es hätte etwas mit Kalle zu tun, meinte mein Freund… Mir wurde mulmig… Da war ein Gülle-Trecker gewesen, der auf dem Nachbarfeld die Gülle ausgetragen hat. Hoffentlich hat Kalle nicht auf den Feldern rumgetobt und sich etwas eingefangen oder sich vergiftet. Es wird doch hoffentlich nur eine leichte Krankheit oder ein Schwindel sein…

Nein, es war ein Auto. So enden Katzen nun mal an einer Bundesstraße, sie werden überfahren. Die Familie des Kumpel hatte schon 3 Hauskatzen verloren bevor sie Pinky im Haus hielten und nur an einer Leine im Garten fest banden. Der Unterschied zwischen den 3 Katzen und Kalle ist, dass ich die 3 anderen Katzen nicht kannte und dass es die Familienkatzen waren, die die gesamte Familie betrafen. Kalle war die Katze meines Freundes, er wurde von ihm eigenhändig aufgepeppelt, umsorgt und jedes Wochenende, wenn ich zu ihm kam, wurde Kalle auch meine Katze, zumindest vom Gefühl her. Mein Freund fand Kalle am nächsten Morgen neben der Fahrbahn liegend nachdem er die Nacht über nach ihm gesucht hatte, weil er nicht zurück zu seinem Schlafplatz kam. Ich kann mich nur damit trösten, dass er weggeschleudert und nicht zerdrückt wurde und das er ja eigentlich im letzten Sommer gestorben wäre und so ein wenig mehr Zeit bekommen hat… Ein verflucht beschissener Trost, dafür, dass ihm nochmal zehnmal mehr Zeit gegönnt hätte…

Das ist das einzige Bild, dass ich von Kalle habe… Ich hätte mehr Fotos machen sollen, aber ich dachte auch, dass wir mehr Zeit hätten…

Das war Kalle.

Friends, Wissen, Urlaub

Posted: 28. April 2012 in Gedanken, Geld, Weltuntergang, Zeit
Schlagworte:

Super Überschrift… ergibt das einen Sinn? Ja, irgendwie schon, zumindest ist das gerade das, was mich beschäftigt…

Als erstes haben ich und ein Kumpel die letzte Folge von Friends geguckt. Ja, viele werden jetzt sagen, dass vor Jahren schon die letzte Friends Folge über den Bildschirm flimmerte und sie haben auch recht. Allerdings war ich nie der große Serien-Verfolger. Immer wenn Serien um 20 Uhr im TV liefen, war ich schon gerade am zu Bett gehen, weil ich nächsten Morgen fit sein wollte. Somit habe ich wenn nur am Wochenende mal einige Folgen gesehen. Vor vielen Jahren dann fingen ich und ein Kumpel an die Serie zu gucken. Immer nur an den Wochenenden saßen wir da und auch nur wenn sich die Gelegenheit bot, guckten wir 1-2 Folgen. Es zog sich ewig hin, aber wir blieben hartnäckig. Ich glaube, dass es keine Serie gibt, die mich mehr unterhalten könnte als diese. Parallel habe ich in letzter Zeit wieder von vorne alleine angefangen die Serie zu gucken und bin schon wieder in der 5. Staffel und ich glaube, wenn ich damit fertig bin, dann beginne ich nochmal von Neuem und gucke die Serie auf Englisch. Das Ende der Serie ist auch das, was mich heute Trübsal blasen lässt. Ich hätte so gerne mehr…

Als nächstes kommt das Wissen. Gerade vorhin habe ich ein Zitat gelesen, aber ich finde es nicht mehr. Irgendwie ging es darum, dass das Wissen das Schicksal des Menschen besiegelt. Entweder du stirbt, weil du Wissen hast oder du stirbst, weil du das Wissen nicht hast, um dich zu retten. Ach, irgendwie so, ist vlt. auch nicht so wichtig… Irgendwie geht es auch gar nicht richtig um das Wissen, sondern um die Entscheidung, die du aufgrund deines Wissen treffen musst. Manchmal wüsste ich schon gerne, ob ich das Richtige getan habe oder getan haben werde. Manche Entscheidungen ziehen sich so scheinbar unendlich lange in die Zukunft, dass ich einfach nicht weiß, welches Wissen richtig ist. Ich weiß, dass ich manchmal wenn ich schon vorher ein komisches Gefühl vor einem Event habe, meist auch vor den Event selber durchdrehe. Entweder ich sage spontan sinnlos ab und weide mich dann in Selbstmitleid, weil ich das Wissen habe, dass ich was ganz Wichtiges verpasst habe oder ich komme mit, verhalte mich aber wie ein totaler Soziopath, der einfach keinen Spaß haben möchte, was den anderen weh tut. Ich habe somit das Wissen, dass ich am besten gar nicht hingehen sollte und kille mich damit selber, aber dann ist das auch manchmal dieser Moment, wo sich alles einrenkt und ich eine schöne Zeit habe und mich normal verhalte. Aber ich weiß nicht, wie ich den Zustand erreiche, mir fehlt also das Wissen, um mich zu retten. So erscheint mir manches einfach wie ein Glücksspiel bei dem ich hoffe, dass ich mir selbst den Jackpot auszahle und mich nicht selbst aus meinen Casino schmeiße, um zuzusehen, wie alles vor die Hunde geht. Ach, das klingt alles komisch und ist schwer zu verstehen…

Als letztes der Urlaub. Es ist kein Urlaub… Eher wie ein Leerlauf, um gleich wieder hoch zu schalten… Und es fühlt sich an, als würde ich alles verschwenden… Fast ein Monat habe ich jetzt schon frei mit kürzeren Unterbrechungen und einer Krankheit, aber der Urlaub führt zu nichts. In der Woche versuche ich früh aufzustehen, aber irgendwie schaffe ich es nur halb und ich habe über den Tag nichts zu tun. Gut, Wii spielen, PC spielen, das wars. Also Dinge, die ich immer machen könnte. Ich habe keinen besucht, obwohl ich einige Leute sehr gerne sehen würde, aber die haben keine Zeit. Es ist einfach keine Abwechslung da. An manchen Tagen komme ich nur vom Bett zum PC zum Kühlschrank und wieder zum Bett… Das ist einfach nichts, aber ich weiß nicht, wo ich sonst hin könnte. Die Freizeit tut auch meinem Portemonnaie nicht gut. Zu Weihnachten habe ich einen dicken Batzen Geld bekommen und gerade im Moment schwindet er auf 0 zu und ich weiß, dass das nicht gut ist, aber irgendwie kann ich das nicht stoppen… Man hat so viel Zeit zum Shoppen, wenn man nicht anders abgelenkt ist… Man hat auch so viel Zeit zum Essen, was mir auch nicht gefällt. Ich würde fast sagen, dass ich diesen Urlaub hasse, aber eigentlich hasse ich mich eher selbst, dafür keinen Antrieb zu haben und zu wissen, was zu tun ist. Ich tue meist Dinge, weil ich sie mit anderen tun will, nicht, um die Dinge zu erleben, sondern um etwas mit anderen zu erleben. In diesem Urlaub habe ich nichts mit anderen erlebt, zumindest nichts, was ich nicht auch so unter der Woche bei einem geregelten Uni-Alltag tun könnte. Ja, ich weiß, dass ich mal wieder Urlaub brauchte, nachdem ich so lange keinen Urlaub hatte, aber so… so hatte ich ihn mir nicht vorgestellt… Eigentlich kommt der richtige Urlaub erst, wenn ich wieder wild am Arbeiten bin, weil dann die Leute Zeit haben und ich was Anderes erlebe, aber das bedeutet auch, dass ich mehr arbeiten muss, um dann frei zu haben… Ach, das passt doch alles hinten und vorne nicht…

Ich höre jetzt auf… 3 Themen, verkettet, ineinander greifend… Ich fühle mich so leer… Ich weiß nicht weiter… Es ist alles so sinnlos… Ganz viele Punkte…

Eine Woche frei…

Posted: 10. April 2012 in Weltuntergang, Zeit
Schlagworte: , ,

Ich weiß, ich beschwere mich immer über die dumme Zeit, aber sie vergeht einfach auch viel zu schnell…

Letzte Woche hatte ich “Urlaub”, wenn man das so nennen will. Montag und Dienstag habe ich aufgeräumt und mein Zimmer zumindest wieder ein bisschen besser zugeräumt. Wenn ich mir mein Zimmer jetzt wieder anschaue, liegt hier wieder so viel rum, dass es sich kaum gelohnt hat. Dann habe ich Mittwoch und Donnerstag vertrödelt. Ja, ich habe die Seele baumeln lassen, aber nicht sehr gut. Irgendwie habe ich nur das gemacht, was ich auch so immer machen kann. Mit meinen Freunden Games gedaddelt. Punkt, aus. Also das, was ich immer tun könnte. Ich hätte so gerne jemanden besucht oder wäre einfach mal rausgekommen, aber es hat sich nichts ergeben. Donnerstag Abend fing es dann an. Ein leichtes Kratzen im Hals… “Na super”, dachte ich mir, dass wird garantiert ne Erkältung. Den Freitag über steigerte sich das Kratzen und wurde zu ner guten Portion Halsschmerzen. Gegen Abend gesellte sich Schnupfen dazu, aber nur leichter.

Samstag kam dann das große Fiasko. Wie hatte ich mich gefreut. Endlich mal wieder mit Freunden grillen. Sogar innerhalb kürzester Zeit fanden sich 9 Leute zusammen. Aber die Plannung fand schon bei gutem Wetter statt und als ich an dem Tag gen Himmel guckte, fielen mir Schneeflocken entgegen… Gar nicht gut, vor allem bei einer Erkältung. Meine Bruder nahmen mich vorher noch mit zu Media Markt. Hätten sie ne Leiche rumgefahren, hätte es kaum anders ausgesehen. Den Rest des Tages verbrachte ich dann lieber im Bett, um Kraft zu sammeln für den Abend, wobei ich am Ringen war, lieber nicht hin zu gehen. Ach hätte ich es doch getan und wäre zuhause geblieben…

Der Abend verlief feuchtfröhlich und kalt. Zu kalt und zu feuchtfröhlich. Viel zu kalt und viel zu feuchtfröhlich. Das Grillen des Fleisches brachte kaum Spaß, da man kein wärmendes Feuer machen konnte, ohne das Fleisch zu verkohlen und als es dann fertig war, schmeckte ich mit meinem Schnupfen nur stark gepfefferte Sachen. Irgendwie doof. Obwohl ich mich noch relativ früh im Gegensatz zu den anderen aus dem Staub machte, reichte es gerade noch so, dass ich das heimische Klo erreichen konnte, bevor sich meine Feuchtfröhlichkeit in Kombination mit meiner Krankheit einen Weg aus dem Körper bahnte.

Der Sonntag begann mit Kopfschmerzen, Halzschmerzen, Schnupfen und Fieber. Die Kopfschmerzen waren so stark, dass ich von ihnen aufgewacht war. Ich konnte nur liegen, im Sitzen und Stehen und vor allem beim Vorbeugen wurden sie noch unerträglicher. Flackernde Bilder und schnelle Bewegungen im Fernsehen irritierten mich und machten mich schwindelig. Irgendwann ging es zum Osteressen. Alles schmeckte nach nichts. Alle waren zu laut und wenn es zu laut wurde, wurde mir schwindelig und übel. Somit aß ich kaum was, obwohl so viele leckere Sachen da waren. Die Zitrussäfte schnitten mir in den Hals, aber es war nichts anderes da. So ließ ich den Sonntag über mich geschehen, obwohl er eigentlich ganz schön gewesen wäre ohne Krankheit…

Montag blieb ich komplett im Bett, was allerdings nichts an meinem Zustand änderte. Gut, die Kopfschmerzen sind relativ abgeklungen, aber mir war andauern zu heiß, der Hals tut immer noch weh und Schnupfen hatte ich auch noch. Jetzt kam noch Husten dazu.

Ich weiß jetzt, wofür ich meine freie Zeit nutze… Um einmal wieder richtig schön krank zu sein… Na super… :(

Huch, Urlaub!

Posted: 3. April 2012 in Blog, Gedanken, Zeit
Schlagworte:

Da ist man wochenlang noch mit allen möglichen Projekten und Ausarbeitungen beschäftigt und dann ist spontan erstmal Ende. Seit langem war gestern mal wieder einer diese Montage an dem ich auf den Kalender guckte und feststellte, dass ich diese Woche überhaupt nichts vor habe. Wie lange habe ich darauf mal wieder gewartet…?

Doch dann geht es nächste Woche schon wieder weiter mit 1 bis 2 Präsentationen und je nachdem ansonsten die eine Präsentation die Woche darauf. Dann heißt es auch noch Masterarbeitsthema finden und dann gehts wieder daran diese fertig zu bekommen.

Und jetzt? Jetzt nutze ich erstmal die Zeit um Dinge außerhalb der Uni zu tun und die ich sonst nie geschafft habe. Gestern habe ich mein Zimmer aufgeräumt, Pakete gepackt und heute geht es weiter mit Aufräumen und in diesen Blog schreiben. Eigentlich würde ich gerne auch mal wieder Leute besuchen, aber zum Teil sind die wegen Ostern woanders und wieder andere erreiche ich einfach nicht.

Habe ich damit eigentlich Urlaub? Ne, irgendwie nicht, zumindest bräuchte ich nen Monat frei, damit ich mal nichts tun kann und trotzdem noch alles schaffe, was ich schaffen will. Naja, egal, man soll ja nicht meckern, wenn man zumindest mal mehr Zeit hat als sonst.

Spontane Zweifel

Posted: 19. März 2012 in Gedanken, Geld, Sommer, Zeit
Schlagworte: ,

War das gerade richtig? Wollte ich das wirklich?

Irgendwie ist es komisch und ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht, aber manchmal kauft man etwas und weiß gar nicht, ob man das auch wirklich wollte… Doch irgendwie wollte man es, aber irgendwie hat man dann doch Zweifel, weil das Geld weg ist und man vlt. etwas Besseres hätte kaufen können. Aber wann weiß man das schon…

Festivals sind da immer so eine Sache. Sie sind teuer, fressen Zeit und alleine will man auch nicht hingehen. Also kann man eigentlich erst kaufen, wenn man weiß, dass andere mitkommen, aber die brauchen dann auch Zeit zum Nachdenken oder kaufen die Karten erst 1-2 Tage vorher auf Ebay, um den Preis zu drücken. Wie soll man da Planen? Wieder andere haben keine Zeit, müssen den Urlaub planen, wissen dann erst, ob sie mitkommen würden. Und zu guter letzt entscheidet natürlich auch der Preis der Tickets und die Kosten auf dem Festival, ob und wie viele Festivals besucht werden. Und dann müsste man noch mit allen reden, sich absprechen und irgendwann weiß man dann wo man hin will… vlt. zumindest.

Gerade eben fiel mir wieder ein, dass ich noch kein Festival-Ticket habe, also habe ich mir eins bestellt. Warum? Weil es wohl mein letzter Sommer sein wird, in dem ich noch halbwegs frei entscheiden kann. Nächstes Jahr wird es dann vom Urlaub abhängen, den ich bekommen kann. Also müsste eigentlich was Großes her, aber alleine macht sowas keinen Spaß. Beim Jetzigen weiß ich zumindest, dass 2 schon ihre Karten haben und wir auf das Festival aus Tradition fahren. Aber das war es auch schon wieder, es trifft meinen Musikgeschmack nur zum Teil, was nicht heißt, dass es schlecht ist, aber mein Geschmack ist breiter gefächert, als das Festival ausgelegt ist. Zumal ich bis jetzt auf nur einem anderen Festival war. Einmal wollte ich noch ein anderes Festival besuchen, aber die Zeit und das Geld waren damals gegen mich und ich konnte nicht hin…

Nach dem Kauf das schlechte Gewissen… Wollte ich das? Eigentlich war ich vom Line-Up doch gar nicht so überzeugt… Reicht das Geld überhaupt für ein zweites Festival? Andererseits würde ich überhaupt zu einem anderen Festival fahren, wenn ich nicht weiß, dass ich da mit Anderen hinfahre? Eigentlich war das Ticket jetzt zu bestellen ungünstig, immerhin habe ich mein Geld für diesen Monat aufgebraucht. Wenn ich es recht überlege, habe ich für diesen Monat meine Reserven um 100€ angezwackt (Nicht nur wegen des Tickets, aber auch). Dabei wollte ich doch eigentlich ein gewisses Maß halten… Und der Monat ist noch lang… Wo ist nur das Geld hin? Und reicht es noch für ein anderes Festival? Die Fahrt und die Verpflegung kosten auch nochmal ordentlich und sich so nochmal etwas leisten wird dann auch knapp…

Andererseits werde ich auch wieder meinen Spaß haben, zumindest hofft man das ja immer. Trotzdem kann immer noch so viel dazwischen kommen. Festival gleichen immer einem Glücksspiel, manchmal bekommt man mehr als man erwartet und mal kommt man nicht hin und hat umsonst Geld ausgegeben oder es ist einfach scheiße…

Warum kämpfe ich nicht?

Posted: 18. März 2012 in Gedanken, Weltuntergang
Schlagworte: , , ,

Monty Python’s Sinn des Lebens hat es perfekt zusammengefasst: “Seien Sie nett zu Ihren Nachbarn, vermeiden Sie fettes Essen, lesen Sie gute Bücher, gehen Sie spazieren und versuchen Sie, mit allen Menschen in Frieden zu leben.”

Mehr gibt es im Leben nicht, was man erreichen könnte. Alle selbst gesetzten Ziele werden doch meist eh nie erreicht, vor allem nicht die hohen. Und wenn doch, dann anders als man es sich erhofft hat.

Aber zu allererst müsste man Ziele haben… Ich habe keine. Das Leben besteht doch nur aus Fressen, Schlafen und die Zeit bis zum Tod abwarten. Andere Dinge habe ich bis jetzt noch nicht kennen gelernt. Ich fühle mich fett und faul, während ich in meiner Freizeit daran verzweifel, was ich mit mir anfangen soll. All die Jahre gibt es kein Ziel, nur die Pflicht auf einen Job, der Geld bringt, bei dem man nicht weiß wofür man es ausgeben soll, weil einem Nichts wichtig ist. Es gibt keine Liebe und die Freundschaften, die man hat, werden von den anderen durch andere Freundschaften/Beziehungen ersetzt.

Brauch ich denn ein Ziel? Muss ich kämpfen? Kämpfe ich mich nicht eh schon durch diese Scheiße, die sich Leben nennt? Aber wenn man kein Ziel hat, hat man keine Moral und ohne Moral kämpft es sich schlecht. Gerade so, dass man überlebt, vlt. noch einen Sinn findet, ein Ziel, dass man verfolgen will.

Es ist alles verloren…

Wie alt war ich nochmal?

Posted: 3. März 2012 in Alte Menschen, Gedanken, Zeit
Schlagworte: , , ,

25 Jahre… Ein Viertel Jahrhundert und doch… und doch…

Ach, fangen wir nochmal von vorne an…

Ja, jeder wird nochmal nach seinem Ausweis gefragt, wenn er schon längst über 18 ist und zum Teil empfinde ich es doch als schmeichelnd, dass jemand denkt, dass man noch so jung ist und doch wirft es fragen auf. So wie heute.

Ich war mit meinem Vater unterwegs, er ist ein redseeliger Mensch, der gut den Kontakt zu anderen findet, darum konnte er so gut wie jeden beim Einkaufen grüßen. Als wir dann wieder einen Supermarkt betraten, da kam uns eine alte Dame entgegegen. Nett und freundlich und doch regten mich ihre Worte zum Nachdenken an…

Sie kannte meinen Vater und kannte mich und meine Brüder, aber nur von früher. So verwechselte sie mich mit meinem jüngsten Bruder. Warum? Wegen meinem Auftreten, wegen meinem Aussehen, wegen meiner Art mich zu kleiden. Und selbst nach Korrektur meines Vaters redete sie über ihren 16-jährigen Enkel. Nein, sie hatte es nicht böse gemeint, aber ich passte nicht ins Schema. War ich ihr böse? Nein, definitiv nicht. Ich mag nette, alte Damen und ihr Fehler war verständlich…

Selber Tag, selber Laden. Ich, ein paar Stunden später erneut am Einkaufen. Ich kaufte mir Wodka. Ja, ich musste meinen Perso zeigen. Und da ist wieder diese Frage. Wirke ich so jung? Oder ist es nur die Erwartung mit der Kleidung und dem Verhalten, dass ich an den Tag lege? Kann man mich wirklich mit einem 18- oder 16-Jährigen verwechseln? Sind diese Züge so gleich?

Es macht mir Angst von meinen Freunden als kindisch abgestempelt zu werden. Ich bin irgendwie so und dann auch wieder nicht. Ich mein, ich bin mal ernst, aber dann doch nie so intolerant, dass ich nicht doch das kindlichste Verhalten verstehen würde, auch wenn ich es ablehne… Bin ich damit ein Kind? Sollte ich mich den Erwartungen meines Alters beugen?

Es ist so schwierig. Meine Moral und meine Vorstellungen verlaufen fernab der Gesellschaft, sollte ich mir dieser mehr zum Schein annähern, um weniger missverstanden zu werden oder doch lieber weiter fern bleiben und meinen eigenen Weg gehen. Fakt ist, dass man auf seinem eigenen Weg allein ist, keiner kann sich der Macht der Gesellschaft entziehen und so wird sie mich in meinen Untergang zwingen und doch kann ich nicht konform gehen, denn das würde ich ebenso nicht schaffen…

Und so bleiben mir Zweifel, wie mich andere Menschen sehen, in wie weit sie mich unterstützen und in wie weit das Wesen, dass ich darstelle überhaupt mit dem Wesen was ich bin konform geht…